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Papier Prägezange

Written by BonsaiBrain. Posted in Projekte

Hallo Community,

Im Urlaubsmonat August haben wir uns mit neuen Anwendungen der Kombination 3D Drucker und Lasercutter auseinandergesetzt.
Inspiriert durch die "Pocket Business Card Press" von spring_melt haben wir ein wenig nach Papierprägemaschinen "gegoogled" und sind recht schnell fündig geworden.

Das Prinzip ist recht simpel und doch elegant und eindrucksvoll:

Das Papier wird mit Hilfe von zwei komplementären Schablonen geprägt. Auf einer Schablone steht der Text über (Positiv) auf der gegenüberliegenden Schablone ist der Text gespiegelt und vergrößert eingraviert (Negativ).

schablone web

Vergrößert ist eigentlich nicht ganz richtig. Es handelt sich um ein sog. Offset, d.h. eine Umrandung mit einem definierten Linienabstand:

offset

Diese Schablonen lassen sich zwar auch mit einem 3D Drucker herstellen, ein Lasercutter ist hier allerdings sinnvoller, da beim 3D Druck 90° Überhänge entstehen, die nicht 100%ig sauber gedruckt werden.

Wichtig ist, dass die beiden Schablonen exakt übereinander liegen. Schon ein Versatz von einem Zehntel Millimeter führt dazu, dass die Prägung nicht mehr funktioniert.

Ebenfalls wichtig ist die Höhe des Überstandes der positiven Buchstaben und die Größe des Offsets bei den negativen Buchstaben. Sind die Buchstaben zu hoch oder das Offset zu klein, wird das Papier nicht geprägt sondern gestanzt bzw. die Buchstaben reissen an den Rändern ein.

Nach ein paar Experimenten hatten wir die richtigen Werte gefunden und konnten ein paar anständige Prägungen durchführen. Nur ist es ziemlich schwierig frei Hand die beiden Schablonen derart exakt übereinander zu legen, so dass recht schnell klar war: Hier muss eine Zange her.

praegezange

Quelle: ebay.de

Auch hier ist das Prinzip recht simpel: Zwei Backen halten die Schablonen und werden über einen Hebel aufeinandergepresst.

Die Backen und die Halterungen dafür wurden mit dem 3D Drucker hergestellt, der Rest mit dem Lasercutter aus POM und HDF geschnitten.

In der ersten Version werden die Schablonen jeweils mit kleinen Stellschräubchen fixiert. Die obere Backe hängt an einer kleinen Feder (ebenfalls aus POM), welche am anderen Ende der Zange festgeschraubt wird. Die exakte Positionierung ist etwas tricky, doch wenn man den Dreh raus hat, kann man damit schon ganz anständig prägen:

presse2 web

Der erste Versuch mit Acryl statt POM führte zur Zerstörung der Zange. Durch den Hebel wirken doch recht große Kräfte und gerade beim Prägen von etwas dickerem Papier waren diese Kräfte zu groß für Acryl. HDF ist schon stabil genug, doch am Besten wäre hier Metall. Unglücklicherweise kann ein CO2 Laser kein Metall schneiden, also blieb es beim HDF. Die Schablonen sind 40mm x 40mm groß, die Buchstaben 6mm hoch.

Das mit dem Zangenprototypen und optimierten Schablonen geprägte Papier kann sich sehen lassen:

praegung2 web

Dieses Blatt Papier kann niemand mehr kopieren, ohne, dass man es ganz klar sehen kann.

Als nächstes folgen Experimente mit Bildern und Mustern. Wäre doch gelacht, wenn es nicht möglich wäre, ein Bild auf Papier zu prägen.

Stay tuned

Mit besten Grüßen vom Bodensee

BonsaiBrain

Comments   

0 #1 Frank Herrmann 2016-10-20 07:20
Hallo,

ihr erwähnt in dem Artikel HDF. Könnt ihr mir d kurz eine Bezugsqelle nennen. Weil ich finde unter "HDF" eigentlich nur MDF und das war nach meinen Erfahrungen nicht so stabil wie z.B. Acryl. Aber vielleicht meint ihr ja was anderes.

cu
Frank
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