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3D-Drucken mit neuen Materialien

Written by BonsaiBrain. Posted in Projekte

Auf der EUROMOLD 2013 haben wir Probestücke mehrerer unterschiedlicher Materialien bekommen. Des Weiteren hatten wir noch ein Biopolymer namens Arboblend V2 parat. Nun war es längst überfällig diese Kunststoffe einmal zu testen. Da unser neues Edelstahl Hotend sowohl PLA als auch ABS problemlos gedruckt hat, wollten wir einmal das Polycarbonat, das mit Metallstaub durchsetzte ABS und das Arboblend ausprobieren.

Der erste Test mit Arboblend sah sehr vielversprechend aus:

arboblend test

Die Drucktemperatur liegt zwischen 190°C und 210°C. Die Eigenschaften sind wie eine gute Mischung aus ABS und PLA. Das Finish erinnert an Perlmut.

Nachdem das so gut geklappt hatte, wollten wir etwas komplexeres drucken: Einen Tux.

arboblend tux

Das Ergebnis war brauchbar, auch, wenn hierfür noch die optimalen Druckeinstellungen ermittelt werden müssen. Die einzelnen Schichten bleiben trotz Lüfter noch längere Zeit weich, so dass Überhänge, wie der Schnabel des Tux nicht so schön aussehen.

Der nächste Test wurde mit dem Polycarbonat durchgeführt:

polycarbonat tux

Polycarbonat Platten werden in 3D Druckern häufig als Druckbett eingesetzt. Es ist günstig und sowohl PLA als auch ABS haften ohne Klebeband oder Ähnliches hervorragend darauf. Daher war es umso überraschender, wie schön sich Polycarbonat drucken lässt. Es ist sehr verzugsarm (kein Warp) und ähnelt seinen Druckeigenschaften dem transparenten PLA, auch, wenn die Drucktemperatur ein Wenig höher liegt (230°C Minimum).

Angespornt durch dieses schöne Ergebnis wurde auf das ABS gewechselt, welches mit Metallstaub durchsetzt ist und daher elektrisch leitend sein soll. Der Drucktest verlief ohne Probleme. Anfängliche Bedenken, dass die Metallteile die Düse verstopfen könnten, wurden schnell zerstreut. Die Druckeigenschaften werden durch die Metallteilchen nicht wirklich beeinflusst.

leitendes abs

Um es auf Leitfähigkeit testen zu können wurde ein 5cm langes Plättchen gedruckt, welches an den Enden zwei Vertiefungen besitzt, um die Elektroden des Messgerätes gut anzubringen. Die Enttäuschung kam, als das Teil fertig war. Weder an den dafür vorgesehenen Vertiefungen, noch auf der Oberfläche oder an den Enden eines durchgezogenen Plastikstranges konnte auch nur die geringste Leitfähigkeit nachgewiesen werden. Der Messbereich ging bis 200 MOhm und es wurde nichts angezeigt. Dieses ABS ist also leider so leitend, wie ein trockenes Stück Holz:

nix leitendes abs

Das Hotend hat alles Tests ohne Probleme überstanden und auch der Wechsel zwischen den Materialien war ohne Schwierigkeiten möglich.
Durch diesen Test können wir nun sicher sein, dass man für den Druck mit unterschiedlichen Materialien nur noch ein Hotend benötigt: Unser Edelstahl Hotend.

Die Fertigung der ersten Serie ist in der Pipeline und sollte Anfang/Mitte nächsten Monat verfügbar sein.

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